Kugelgelenkmontage

Kiener realisiert  teil- und vollautomatisierte Montageanlagen für Kugelgelenke.

Dazu zählen Radgelenke, Spurstangen, Außengelenke, Stabilisatorstreben und Längs- und Querlenker. Je nach Produkt und eingesetzter Technologie werden Taktzeiten ab 5 Sekunden erzielt.

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Funktionsumfang

KIENER bietet vollautomatische Montagemaschinen für Pkw-Fahrwerkskomponenten mit Kugelgelenken an. Sie werden zum Beispiel zur Montage von Querlenkern und Zugstreben, Pendelstützen und Außengelenken mit einem oder zwei Kugelgelenken eingesetzt. Es können sowohl Gelenke im POM- oder Deckel-Design als auch mit Kunststoff- oder Stahl-Gehäusen montiert werden. Vor der Montage erfolgen Vermessungen sowie Merkmal-Anwesenheitskontrollen an Gehäuse und Kugelzapfen. Bei der Montage von Kugelzapfen, Kugelschale und Deckel sind Befetten, Einpressen sowie technologieabhängig Ultraschall-Schweißen bzw. Rollieren typische Prozesse. Nach der Kugelgelenk-Montage erfolgt eine Drehmomentprüfung. Anschließend wird die Zapfenseite befettet, der Faltenbalg und die beiden Spreizringe montiert sowie eine Spannringsitzprüfung durchgeführt. Neben der Montage von Kugelgelenken werden in einem Zusatz-Modul auch Gummimetalllager eingepresst. Die schlüsselfertigen Montagemaschinen arbeiten nach dem Rundtaktprinzip und umfassen anwendungsspezifisch bis zu 24 Prozessstationen sowie alle erforderlichen Zuführungs-, Verkettungs- und Handhabungsvorrichtungen. Sie überzeugen mit kompaktem Aufbau, Taktzeiten von bis zu 5,5 Sekunden pro Gelenkseite und der vollautomatischen, prozesssicheren Zuführung der Teile.

 

Einsatzbereich

Die kompakten Montagemaschinen werden in der automatischen Montage von Fahrwerkskomponenten mit Kugelgelenken eingesetzt. Typische Bauteile sind Querlenker und Zugstreben, Pendelstützen und Außengelenke unterschiedlicher Bauart. Anwenderbranchen sind die Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

 

Produktmerkmale

– Montagemaschinen mit anwendungsspezifischer Ausstattung

– Prozesse (typisch): Befetten, Einpressen, Ultraschall-Schweißen, Bördeln, Messen, Drehmomentprüfung, Dichtheitsprüfung

– Taktzeiten bis zu 5,5 Sekunden pro Gelenkseite

– Teilezuführung: vollautomatisch, prozesssicher

– Bis zu 24 Stationen mit fester Taktung

– Satelliten-Rundtische für Vormontagen

 

Funktionsprinzip

Am Beispiel der Pendelstütze kann der Montageablauf exemplarisch dargestellt werden. Eine typische Montagemaschine besteht aus einem 24 Stationen-Rundtisch und zwei kleineren Modulen für die Vormontagen. Auf dem ersten Vormontage-Modul werden Kugelzapfen und Kugelschalen montiert, einschließlich Befetten, Messen und Prüfen. Auf dem zweiten Vormontage-Modul wird der kleine Spannring auf dem Dichtungsbalg montiert. Der eigentliche Montageablauf beginnt mit dem manuellen Einlegen des Pendelstützen-Gehäuses in eine Werkstückaufnahme auf dem Zuführband. Vor der Übergabe des Gehäuses an den Rundtisch wird ihre korrekte Lage durch mechanische Antastung geprüft. Falsch orientierte Teile werden über eine Rutsche abgeworfen. Eine Pick&Place-Einheit setzt die korrekt orientierten Gehäuse auf den Rundtakttisch um. Nun wird die vormontierte Kugelzapfenbaugruppe eingepresst. Anschließend wird in einer weiteren Station die Baugruppe mit einem Stahldeckel mittels Rollieren im Stahlgehäuse fixiert; alternativ kann die Verbindung Kunststoff-Kugelschale zum Stahl-Gehäuse auch durch Ultraschall-Schweißen realisiert werden.

Als Funktionsprüfung des Kugelgelenks erfolgt in der nächsten Station eine Drehmomentprüfung. In den anschließenden Stationen erfolgt die Montage des Faltenbalgs. Hierzu wird zunächst der Kugelzapfen im Ausschlagbereich befettet, eine Montagehülse aufgesetzt und anschließend die vormontierte Faltenbalg-Baugruppe über die Montagehülse aufgebracht. Anschließend wird der große Spannring montiert und auf korrekten Sitz geprüft, die Montagehülse entfernt und abschließend der kleine Spannring auf korrekten Sitz geprüft. Jede Gelenkseite wird in einem eigenen Umlauf des Rundtakttisches montiert. Hierzu dreht ein Roboter die Bauteile mit beidseitigem Kugelgelenk um. Bei Fahrwerkskomponenten mit einseitigem Gelenk werden in einem Zusatz-Modul auf der Gegenseite Gummimetalllager eingepresst. Eine abschließende Gutteil-/Schlechtteilsortierung erfolgt über IO-/NIO- Förderbänder.

 

Aufbau

Die Montagemaschinen werden als schlüsselfertige, kundenspezifisch ausgerüstete Anlagen mit Zuführungs-, Verkettungs- und Handhabungsvorrichtungen geliefert. Optional kann auch eine Faltenbalg-Dichtheitsprüfung integriert werden.

Ein Support, der sich in Zeit, Kosten, Nachhaltigkeit und Effizienz positiv auswirkt.

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